Lebensweisheiten eines Pessimisten

Man mag es kaum glauben, doch ja, ich tippe mal wieder einen Blog-Eintrag. Wurde auch mal wieder Zeit, was? Richtig.
Das wird nun ein typischer „Viel hat sich verändert, seit meinem letzten Beitrag“-Beitrag aber so ist das nun mal. Menschen verändern sich von mal zu mal – auch ich.

Das Bestehen der endlosen Krankheiten hat sich nicht verflüchtigt. Doch einige Klarheiten haben sich aus den endlosen Besuchen ergeben – ob das nun positiv oder negativ ist, weiß ich nicht. Es wurden Herzrhythmusstörungen festgestellt, Herzrasen und ein Herzfehler. Woher das kommt, weiß keiner so genau. Fakt ist, dass die Sache erworben ist, da ich als kleines Kind nichts mit dem Herz hatte. Nun ja, ich muss nun erst mal Tabletten nehmen und dann schaut man weiter. Die Brustschmerzen – nicht Frauenbrustschmerzen, ich sag also lieber Thoraxschmerzen… also die Thoraxschmerzen sind jedoch nicht vom Herz, woraufhin ich zur Lungenfachärztin ging, die Asthma herausfand – juhuuuuu! Nun ja, das kollidiert nun ja etwas mit meiner Betätigung als Handballtorhüterin. Deshalb muss ich vor und während dem Sport mein Spray einnehmen, ich sag’s ja… Invalide. lol Des weiteren bekomme ich für morgens und abends ein Kortisonspray – vergess ich sicher eh zu nehmen, genau wie meine Herztabletten. *rofl*Uuuuuund dann sollte ich noch irgendwann zum Internisten gehen, da die Thoraxschmerzen auch vom Magen kommen können (bäh) und ebenfalls zum Orthopäden, da der Rücken der Übeltäter sein könnte. Man hat mir auch zu einem Besuch beim Neurologen und Psychologen geraten. Ich hab bald alle Ärzte durch, wirklich. Sehr interessant.
Nun, das war der „Ach, mir geht es ja so schlecht und ich will Aufmerksamkeit“-Teil.

Etwas Erfreuliches:
Mir geht es seit ein paar Tagen wieder extrem gut. Warum das so ist, weiß ich nicht genau, ich kann nur mutmaßen.
Es gibt wohl gewisse Dinge, an welchen man nicht festhalten darf – oh, nein, das war nun keine Weisheit meinerseits, es ist jedem klar, dass man an gewissen Dingen nicht festhalten darf, auch mir war es klar. Oder ich sage einmal lieber: Rational war es mir sehr wohl klar, aber emotional nun mal nicht.
Ich war früher der Meinung, dass Freundschaft auch dann besteht, wenn man sich nicht versteht. Nun, das klingt verquer. Ich drücke es einmal anders aus: Ich kategorisiere an sich nicht in „gut“ und „böse“ ein. Viel mehr ist für mich von Wichtigkeit, dass der Mensch, auf den ich mich „einlasse“, mich fördern und fordern kann, dass er meinen Horizont erweitert und mich zu einem Menschen macht, der nach Verstand und nicht nach Moral handelt. Dieser Mensch muss mir ein Stück von seiner eigenen Welt geben können, welche ich wiederum in mir aufnehmen kann, um meine Welt, meinen Horizont, zu erweitern. Doch wenn man irgendwann dann an seine Grenzen kommt in dieser Freundschaft, wenn diese einen kaputt macht und Kreislaufkollapse (Ist das wirklich der Plural von Kreislaufkollaps?) heraufbeschwört – nun, dann muss auch ich als weisheitsliebender Mensch sagen, dass ich eben doch nicht alles Wertvolle im Leben mitnehmen kann. Vielleicht ist Ursache meines jetzigen Handelns auch nur Bitterkeit, weil die Freundschaft nicht so funktioniert hat, wie ich wollte. Vielleicht nennt manch einer mein jetziges Handeln Kapitulation, Resignation, was auch immer. Aber wenn es mir so besser geht, warum nicht? Ja, Ignoranz ist wahrlich manchmal das Richtige, vor allem dann, wenn man Abstand bekommen möchte. Aus der Ignoranz wird irgendwann Gleichgültigkeit und ja, ich sehe schon den drohenden Zeigefinger – ich weiß, dass Gleichgültigkeit absolut nicht gut ist, das muss man mir als Schülerin eines sozialpädagogischen Gymnasiums mit Schwerpunkt Pädagogik und Psychologie nicht sagen – dennoch, wenn man gewisse Teile seines Lebens ausblendet, die einen zuvor fast das Leben gekostet hätten – was ist daran verkehrt?
Ich bin sehr froh, endlich mal wieder ehrlich lachen zu können und es fühlt sich toll an. Ich bin froh, dass es in der Zukunft Dinge gibt, an denen ich festhalten kann. Pessimist werde ich trotzdem immer bleiben –und das ist auch gut so. Denn: "Als Pessimist ist man öfter positiv überrascht..."

Dennoch, seit einigen Tagen geht es mir verdammt gut und ich kenne nicht mal den Grund. Natürlich könnte ich mich nun wieder daran aufhängen, denn ich als wahrheitssuchender Mensch (mit gewisser Portion von Ironie, Sarkasmus und Zynismus, angemerkt ^^) will doch immer ganz genau wissen, warum das so und so ist. Aber hier tritt dann besagte Ignoranz ein. Mir geht es so gut, wie seit langem nicht mehr. Und ich hoffe, dass das auch bleiben wird.

=)

(Richtig Sinn macht der Eintrag nicht – dennoch, ich wollte einfach mal loswerden, dass sich die Zeiten geändert haben. Wer mich für bekloppt hält, der darf das. Ich denke, ich bin auch ein wenig bekloppt.)

[Oh Gott, ich muss noch ein eigenes Design erstellen... Nun ja, damit werd ich bald anfangen.]

20.12.07 18:02

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