Seltsam...

Ich sagte im vorigen Post ja, dass es mir wieder gut ginge. Vielleicht war das etwas gewagt ausgedrückt. Ich hätte eher schreiben sollen, dass ich als Mensch wieder so offen bin, um Emotionen zuzulassen. Natürlich lässt man so die schönen Emotionen in seine Seele fließen – weshalb es mir vorher ja auch so gut ging, dennoch ist es auch leider so, dass auch die seltsamen Emotionen Platz in der Seele finden. Es ist nach so langer Zeit so verdammt ungewöhnlich und schwer, wieder zu spüren. Daran muss man sich wohl erst mal wieder gewöhnen – daran muss ich mich gewöhnen. Momentan kommt durch dieses Wiederspüren ein so ekliges Gefühl in mir auf, wogegen ich nichts tun kann. Beschreiben kann ich es auch nicht – weil es einfach zu seltsam ist. Wenn man gewisse Dinge ignoriert und anderem wieder Betracht schenkt, so wird man sich bewusst, dass es so viel mehr auf der Welt gibt, was man jemals erleben wird und dass es auch so viel Besseres auf der Welt gibt, als man selbst ist. Um dies mal mit einem Zitat aus dem Lied „Name“ von den „Goo Goo Dolls“ an den Mann zu bringen: „And don't [ja – don’t] it make you sad to know that life Is more than who we are.“ Tolles Lied… <3 Auch wenn der Sänger scheiße aussieht. http://youtube.com/watch?v=Ice7NydF7RM

Nun ja, wie auch immer. Die Gefahr nach dem Verschanzen ist eben diese, dass man mit der ganzen Last der Welt konfontiert wird, die eigentlich gar nicht schlimm wäre, wenn man schon immer damit gelebt hätte, denn dann hätte man sich damit abgefunden. Aber so? Ja, ich hab es mir ja selbst zu verdanken. Das weiß ich auch… Ich bin aber leider jemand, der äußere Einflüsse/Gefühle/Emotionen/whatsoever nicht richtig verwerten kann – und dann entsteht bei den anderen der Trugschluss, ich mag Gefühle nicht oder ich sei kalt. Dabei wissen sie nicht, dass man vom einen Extrem ins andere kommt. Was würde ich für eine simple Umarmung geben? Was für ein „Das hast du gut gemacht, Jana“? Was für ein „Ich hab dich gern.“? Nein, ich bin nicht jemand, der hören möchte wie toll er ist und sich dann darauf was einbildet. Es wäre nur mal super, wenn mir überhaupt jemand sagen würde, was ich bin. Ich würde es so schön finden, wenn mich jemand in seine Arme schließt, mich an sich drückt und seine Zuneigung zu mir ausspricht – aber oh je, die gibt es wahrscheinlich gar nicht. Ich weiß, es ist schlimm mit mir und ich habe einfach einen Knall. Ist mir bewusst. Und sicher, es wird immer wieder jemand ankommen und meinen, dass es bestimmte Leute gäbe, die mich gern haben und dass ich nur die Augen aufhalten solle. Dass ich aber in den 8 Monaten meiner Krankheitsphase nicht einmal besucht wurde, spricht dagegen. Ja, wahrscheinlich jammere ich einfach zu viel und ja, solch Text findet man auf jedem dritten Blog. Ja, ich suhle mich in Selbstmitleid aber das ist besser, als ständig umher zu gehen und jedem zu erzählen, wie wundervoll doch alles ist und wie gut es mir geht.

Egal, es ist besser, wenn ich nicht weiterschreibe.

Das einzige, was ich will, ist, in die Augen einer anderen Person zu sehen und sie allein damit schon glücklich machen. Ich möchte das Leben einer Person bereichern. Das ist es doch, wofür wir leben, oder? Und habe ich das bis jetzt geschafft? I don’t think so. Ich weiß, ich weiß… ich bin noch jung, hab mein ganzes Leben vor mir aber wenn ich das Leben einer Person jetzt bereichern will, dann kann ich nicht 10 Jahre warten. Mir fehlt einfach die Tätigkeit als Mensch. Denn der Mensch ist doch dafür da, einen anderen glücklich zu machen. Beide machen sich einander glücklich – perfekte Nutzung/Verwertung der Seelen beider. Ich bin sozusagen arbeitloser Mensch, dabei brauche ich die Bezahlung, die Liebe, so dringend.

20.12.07 23:21

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